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Die perinatale B-Streptokokken-Infektion

Ca. 10% der Schwangeren weisen vaginal und/oder rectal eine chronische oder vorübergehende Besiedlung mit B-Streptokokken auf. B-Streptokokken sind Bakterien. Gefürchtet sind Allgemeininfektionen bei Neugeborenen, die in einer Häufigkeit von ca. 1 pro 1000 Geburten auftreten. Der Nachweis von B-Streptokokken in der Frühschwangerschaft gilt nicht als Risikofaktor für eine drohende Infektion des Kindes, da die Infektion erst unter der Geburt erfolgt. Sie kann in den ersten Lebenstagen (early onset type) oder den ersten Lebenswochen (late onset type) ein klinisches Erkrankungsbild verursachen. Die Folge können z. B. Hirnhautentzündungen (Meningitiden) oder eine Sepsis sein.

Durch ein Screening auf B-Streptokokken bei allen Schwangeren zwischen der 35.-37. Schwangerschaftswoche mittels Kultur von Abstrichpräparaten der Vagina sowie des Rektums, kann innerhalb kurzer Zeit ein B-Streptokokkenwachstum nachgewiesen werden. Bei Nachweis von Gruppe B-Streptokokken sollte unter der Geburt eine Antibiotikaprophylaxe erfolgen. So kann einfach und mit nur geringem Aufwand die Infektion Ihres neugeborenen Kindes verhindert werden.

Ein solches Screening wird u. a. vom US-Center for Disease Control bei allen Schwangeren empfohlen. Leider ist das Screening auf B-Streptokokken keine, i. R. der Mutterschaftvorsorgeuntersuchungen vorgesehene Kassenleistung.




FRAUENARZTPRAXIS Dr. med Elke Reiners, DUISBURGER STRASSE 129, 40479 DÜSSELDORF, TELEFON 0211.4983081, FAX 0211.4911538